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(c)

Schulprogramm der Triebischtalschule - 1. Mittelschule Meißen
Stand 2009

Das „A - B - C“ unserer Schule

Eine A tmosphäre der Achtung aufbauen
Die
Bedürfnisse der Beteiligten berücksichtigen
Jeden
C harakter tolerieren
Zum
Durchblick drängen
Zu ernsthaften
Einsichten einladen
Sich
Fehler eingestehen
Gemeinsamkeiten genießen
Zum
Helfen herausfordern
Immer wieder
I nitiative veranlassen
Jeden Tag leben
Zu einem Klima der
Kooperation beitragen
Auf die
L ust am Leisten wert legen
Mitmenschlichkeit zeigen
Sich seinem
Nachbarn widmen
Auf
O ffenheit hin orientieren
Perspektiven planen
Sich mit
Querdenkern auseinandersetzen
Räume für
R uhe schaffen
Nach dem
Sinn suchen
Wir sind die
Triebischtalschule
Unterschiede genießen
Verantwortung vorleben
Wahrhaftigkeit wagen
Kein
X vor dem U vormachen lassen
Y...?!
Zuversicht haben und geben

         Gliederung

         1. Vorwort
         2.
Materielle Voraussetzungen und Ziele
         3.
Pädagogische Voraussetzungen und Ziele
         3.1
Lebensraum - Schule”
           3.2 Kooperation zwischen Schule - Elternhaus
           3.3 Zusammenarbeit mit anderen Schulen und Institutionen
         3.4
Schulentwicklung und Profilierung des Förderbereichs Legasthenie
           4. Freizeit- und Lernangebote
          
5. Hausordnung

         1. Vorwort

           Die Triebischtalschule – 1. Mittelschule Meißen befindet sich in der Trägerschaft der Stadt Meißen. Die Schule bietet den Kindern und
          Jugendlichen eine Entwicklung im Real- sowie Hauptschulbildungsgang, dementsprechend verlassen die Schulabgänger unsere Einrichtung
           mit dem Realschulabschluss (nach Klasse 10) oder dem “Qualifizierten-“ bzw. dem Hauptschulabschluss (nach Klasse 9)
.
          
Seit der Reformierung des sächsischen Schulsystems im Jahr 1992 wird die Schule von E. Fatteicher geleitet, als stellvertretende
           Schulleiterin ist L. Alband tätig.

          In Verwirklichung des Erziehungs- und Bildungsauftrages entwickelt unsere Schule ein eigenes pädagogisches Konzept, auf dessen
          Grundlage der Unterricht gemäß der Lehrplananforderungen und andere schulische Aktivitäten vorbereitet und durchgeführt werden.

    Unsere Leitvorstellungen sind:

  • Entfaltung der Persönlichkeit der Schüler in der Gemeinschaft
  • Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Wertvorstellungen (Entwicklung von Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz)
    mit neuen Unterrichtsstrukturen, wie dem fächerverbindenden bzw. fächerübergreifenden (Projekt-) Unterricht oder Werkstattunterricht
  • Unterstützung bei der Förderung individueller Neigungen der Schüler

    Unser Schulprogramm soll uns als Grundlage für die Kontrolle der pädagogischen Arbeit dienen.

        2. Materielle Voraussetzungen und Ziele

    Unsere Schule liegt in Meißen-Triebischtal, in der Nähe der Porzellanmanufaktur und nur 10 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, und ist
    verkehrsgünstig mit Bus und S-Bahn zu erreichen. Die Schulgründung reicht 128 Jahre zurück und somit ist die Schule historisch tief mit
    diesem Wohn- und Arbeitsviertel verwurzelt. Das Schulflair wird durch die ruhige Lage fern von Verkehrslärm und dem großzügigen Bau
    mit weitem Außengelände bestimmt. Im dreiteiligen Schulgebäude befinden sich 35 renovierte und technisch gut (Videorecorder, Fernseher,
    Polylux) ausgestattete Klassenzimmer und verschiedene kleinere Räume, sowie eine Aula und „Turnhalle“. Wir verfügen über moderne Fach-
    kabinette für Chemie, Physik, Hauswirtschaft, Technik/Werken und zwei Computerkabinette mit je 16 Schülerplätzen und einen Informatik-
    raum mit acht Computern.
    Für den Unterricht stehen neben den Standardunterrichtshilfen noch ein Beamer mit Laptop als Präsentationshilfen zur Verfügung.

          Der neu gestaltete Schulhof vor und hinter dem Schulgebäude lässt viel Platz für Schüleraktivitäten zu. Verschiedene Sitzgruppen im Gelände ermöglichen
          es, die Pausen an frischer Luft zu erleben oder auch einmal den Unterricht im Sommer ins Freie zu verlagern. Etwas unweit unserer Schule bewirtschaften
          wir einen Schulgarten. Dieser dient nicht nur dem Unterricht sondern bietet auch Platz für außerschulische Aktivitäten.

          Nach dem Beschluss des Stadtrates zur Schulnetzplanung für Meißen wird die Triebischtalschule als dreizügige Mittelschule langfristig
          entwickelt. In den nächsten Jahren bis 2006 ist eine Komplettsanierung über den Europäischen Fonds „EFRE“ vorgesehen.
          Als Ersatz für die in der Flut 2002 verloren gegangene Turnhalle entstand eine neue Zweifeldhalle, die 2005 eingweiht wurde.
          Ebenfalls verfügen wir über einen großzügig gestalteten Speiseraum und eine Cafeteria mit Küche, in der auch Schüler (neben der beste-
          henden Schulküche) ihre Kochkünste ausprobieren oder Klassenfeten ausrichten können.


         
3. Pädagogische Voraussetzungen und Ziele

    3.1 „Lebensraum“ - Schule

    Unsere Schule bietet  momentan noch drei Profilbereiche an. Die Schüler konnten sich zwischen Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft  entscheiden. Ab dem Schuljahr 2004/05 wurden das Profilfach WTH für alle Schüler in Klasse 7; Technik und Computer für die Schüler
    der Klassen 5 sowie die Neigungskurse eingeführt.
    Außerdem werden die Schüler ab der Klasse 5 im Förderbereich „Legasthenie“ (LRS) unterstützt. Seit 2001 sind wir “Stützpunktschule” für
    LRS, was einmalig für die Meißner Schulen ist.

    Um unsere Schüler bestmöglichst auf das Berufsleben bzw. weiterführende Schuleinrichtungen vorzubereiten, begleiten wir sie über vier
    Jahre lang, damit zum Abschluss jeder eine Bewerbungsmappe erarbeitet oder mindestens ein Bewerbungsgespräch geführt haben. Dabei
    werden wir von Krankenkassen und der Agentur für Arbeit tatkräftig unterstützt.

    Berufsvorbereitung

    Klassen 7/8

    Klasse 9

    KLasse 10

           

    Betriebsbesichtigungen

    x

    x

    x

    Lebenslauf/Bewerbung

     

    x

    x

    Bewerbertraining

     

    x

    x

    ind. Beratungsgespräche

     

    x Hauptschule 9

    x

    Elternabend Arbeitsamt

    x Hauptschule 8

    x

     

    Computerausdruck Lebenslauf/Bewerbung

     

    x

    x

    Betriebspraktikum

     

    x

    x

    Projekte mit “Museum unterwegs” - Berufsbilder

    x

    x

     

    Online-Medienrecherche

    x

    x

    x

    Unterstützuing durch BL

     

    x

    x

     

    Die Fachbereiche unserer Schule stellen sich vor:

    Fremdsprachlicher Bereich

    • Lesen englischer Literatur (Kurzgeschichten); Stadtführungen in englischer Sprache
    • Kennen lernen englischer Spezialitäten und Nationalgerichte (Zubereitung dieser Speisen in der schuleigenen Küche)
    • englischsprachige Programme für Elternabende
    • Projekte im Internet, z.B. Chat mit englischen Schülern; Plakate oder Unterrichtsmittel
    • „Kennen-lern-Nachmittage“ zur Einführung weiterer Fremdsprachen (Russisch)
    • Exkursion mit Russisch-Gruppe, z.B. russ.-orth. Kirche Dresden,; russische Spezialitäten in der Markthalle Dresden verkosten; Samo-
      war- Nachmittage
    • Teilnahme am Fremdsprachenwettbewerb
    • Durchführung von Projekten zur Geschichte Großbritanniens, Meißens, der Porzellanmanufaktur bzw. Sächsische Weinstraße
    • Förderung der Englisch-LRS-Schüler
    • Teilnahme am “SOKRATES-Projekt”, sowie Förderung sprachbegabter Schüler mit Speziallernprogrammen oder Sprachreisen

    Muttersprachlicher Bereich

    • Lesewettbewerbe auf Klassenstufenbasis
    • Durchführung von Projekten, z.B . Weihnachten; Osterbräuche; Rezitatorenwettstreite; Talentefest
    • Theaterbesuche
    • Besuch der schuleigenen und Städtischen Bücherei mit Buchlesungen
    • Vorbereitung und Darbietung von Festprogrammen
    • Förderung von LeseRechtschreibSchwäche- Schülern ab Klasse 5

    Naturwissenschaftlicher Bereich

    • Besuch von Ausstellungen, z.B. „Eiszeit“ (Geo); Technisches Museum (Physik); Sternwarte Radebeul (Physik); Mathematische Ausstellung (Mathe)
    • Exkursionen ins Klärwerk; zu Duravit oder in die Porzellanmanufaktur (Chemie)
    • Ausgestaltung der Fachkabinette durch selbst hergestellte Plakate, Modelle, Schautafeln, Aquarien (Bio)
    • Projekttage zu Themen wie „Leben in Afrika“ oder „Länder der Erde“ (Geo)
    • komplexe Leistungen zu verschiedenen Themen (Bio, Chemie) bzw. Belegarbeiten ab Klasse 8 (Geo)
    • “Topografie-Olympiade” auf Klassenstufenbasis (Geo)

    Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich

    • Stadtbesichtigungen, z.B. zum Thema „Mittelalter“
    • Museums- und Ausstellungsbesuche; Besuch des Sächsischen Landtags; Amtsgerichts Meißen; Krematoriums (GK), Altenheims;
      der Deponie Gröbern; verschiedener Kirchen und der Dresdner Synagoge; JVA-Zeithein; 
    • durchführen von Projekten z.B. „Museum unterwegs“; „Altsteinzeit“
    • Filmprojekt zu historischen Themen, wie “Schindlers Liste”; “Luther”
    • Exkursion z.B. „Das Augustinische Dresden“
    • erarbeiten von Plakaten, Anschauungstafeln, z.B. Umweltproblematik
    • Vervollständigen der Schulchronik

    Musischer Bereich

    • Gestaltung von Plastiken; Modellen; Jahreskalender
    • Ausstellungen und Gestaltung des Schulhauses
    • Erarbeitung und Vorführung von Festprogrammen in Zusammenarbeit mit Fachbereich Deutsch
    • Besuch von Musicals z.B. „Traumzauberbaum“; „ Glöckner von Notre Dame“
    • Besuch von aktuellen Kunstausstellungen; z.B. “Die Brücke”

    WTH- bzw. Profilbereich

    • Mitarbeit im Workshop für Profillehrer; Arbeitskreis „Schule – Wirtschaft“; „Bildungsnetzwerk“ und Einbeziehung von Erfahrungen
      in den Unterricht
    • Besuch oder Besichtigung des Hahnemannzentrums Meißen, der Sparkasse; verschiedener Betriebe und Institutionen, z.B. Porzellanmanufaktur, Klärwerk; Krankenkassen; Messen zur Berufsvorbereitung; Arbeitsamt; Deponie Gröbern
    • Erstellung von Schautafeln, Modellen oder Plakaten
    • Bewerbertraining
    • handwerkliche Eigenleistungen für die Schule, z.B. Bänke her- und aufstellen; Fenstergitter für Keller „produzieren“

    Sportlicher Bereich

    • Teilnahme an schulischen und außerschulischen Wettkämpfen in Volleyball, Fußball und Laufwettbewerben, z.B. Fummellauf
    • „Jugend trainiert für Olympia“ in den Sportarten Fuß- und Volleyball
    • Schulsportfest als Jahreshöhepunkt
    • Crosslauf zum „Tag des Sports“
    • jährliches Touristiklager der Klassenstufe 7
       

    Fächerverbindender bzw. fächerübergreifender Unterricht haben bei uns Priorität. Die Klassenstufe 7 führte dazu im Schuljahr 2005/06
    ein einwöchiges Projekt zum Thema “Wasser” durch, um diese Thematik aus unterschiedlicher Sicht der beteiligten Unterrichtsfächer zu
    bearbeiten. 

    3.2 Kooperation zwischen Schule- Elternhaus

                Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen pädagogischen Arbeit an unserer Schule ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Lehrern
                und Eltern.

                Hierzu gehören:

                             1. regelmäßige Elternabende auf Klassenbasis

                             2. Elternabende auf Klassenstufenbasis zu speziellen Problemen (Drogen, Berufsberatung, Gewalt und Schullaufbahn Kl. 4 und Kl. 6)

                             3. Elternsprechstunde - hier haben die Eltern 2x im Schuljahr die Möglichkeit, mit allen Lehrern ihrer Kinder ins Gespräch zu kommen

                             4. “Eltern-Stammtisch“ - dies ist eine neue Form des Austausches zwischen Klassenlehrern und interessierten Eltern außerhalb der Schule

                             5. die gewählten Elternvertreter der Klassen und der daraus gebildete Elternrat tragen zur weiteren Entwicklung unserer Schule bei

                             6. die gewählten Elternvertreter bringen in der Schulkonferenz den Standpunkt der Eltern bei Fragen zur weiteren Ausgestaltung der Schule ein

                             7. in schwierigen Phasen der Erziehung der Kinder gewähren die Klassenlehrer engere Zusammenarbeit mit den Beratungslehrern und eine
                                 individuelle Erziehungsberatung

                             8. der Schulförderverein kann, bei Vorliegen einer entsprechenden Notsituation (finanzieller Engpass in der Familie) eine kurzzeitige finanzielle
                                 Hilfe (z. B. für die Teilnahme an einer Klassenfahrt) gewähren


          3.3 Zusammenarbeit der Schule mit anderen Institutionen

          Ziel ist es, die Schulabgänger auf ihr künftiges Berufsleben besser vorzubereiten. Durch verschiedene Aktivitäten (Betriebsbesichtigungen, Workshops, 
          Beteiligung an Elternabenden zur Berufsberatung, Projekttage mit Firmenvertretern u. a.) sollen die Schüler, aber auch Lehrer und Eltern mit den
          Anforderungen der Wirtschaft vertraut gemacht werden.

  • Berufsorientierung Klasse 5 – 10 gemäß Qualitätssiegel für Berufsorientierung (verliehen 2007)
  • Praxistag Klasse 9: 1x monatlich in 63 Unternehmen der Region
  • Einsatz der Berufsorientierungsmappe
  • Bewerbertests mit externen Partnern
  • Vertiefungskurs Klasse 10: Komplexe Facharbeit und Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen der Region
  • Berufsorientierungswoche Klasse 9
  • Einbindung externer Partner zur Erfüllung des Lehrplanes, wie zum Beispiel: AOK, Agentur für Arbeit, DBK, Deponie Gröbern, Sächsischer Landtag, Landes- gericht, Woche der offenen Unternehmen, Lions Club, Rotarier, Handwerkskammer, BSZ, BBZ, Kompetenzagenturen,…
  • Nutzung von Messen, Tage der Offenen Tür, Ausstellungen, Betriebsbesichtigungen, Praktika,…

          Durch den Geschäftsführer der Firma Duravit Meißen und den Schulleiter der Triebischtalschule wurde der Arbeitskreis „Schule – Wirtschaft in Meißen“
          wiederbelebt.

          Bisher wurden Betriebsbesichtigungen, Elternabende mit Firmenvertretern und Lehrerfortbildungen durch den Arbeitskreis organisiert.

          Zu den durch das Amt für Arbeit (Berufsberatung) angebotenen Veranstaltungen organisiert der Arbeitskreis zusätzliche Veranstaltungen, um die Schüler
          für Bewerbungsgespräche fit zu machen und zu motivieren, sich mit den Anforderungen möglicher Berufe auseinanderzusetzen.
          Die Mitarbeit des Schulleiters im Bildungsnetzwerk Dresden des Regionalprojektes eröffnet die Möglichkeit, eine Vielzahl der Angebote der Berufsberatung  
          und Berufsorientierung verschiedenster Organisationen für die Schüler der Triebischtalschule nutzbar zu machen.

mit anderen Institutionen

wegen

Agentur für Arbeit; Arbeitskreis Schule-Wirtschaft; Praktikums- und Kooperationsbetriebe

Berufsorientierung (BO) und –beratung;
Durchführung des Praxistags; Schülerpraktika; Projektwoche zur BO

Rotary Club; Musikhaus

Bläserklasse, Berufsorientierung

Barmer Ersatzkasse & Partner

Gesundheitstag

Gesundheitsamt; Polizei

Präventionsveranstaltungen, z. B. Sucht, Pubertät, Gesunde Ernährung

Medienstelle

„Kino in der Schule“, Medieneinsatz

Amtsgericht

Rechtskunde, Besuch von Gerichtsverhandlungen, besonders zu jugendrelevanten Themen

Grundschule

Durchführung von Schnuppertagen

SCHILF

Weiterbildung der Lehrer „Lernpsychologie“

Stadttheater Meißen

Theater AG

Museum unterwegs e.V.

Projekte; Exkursionen

Friedrich-Ebert-Stiftung

Projekt „Gemeindearbeit“

Johanniter

1. Hilfe Lehrgang

3.4 Schulentwicklung und Profilierung des Förderbereichs LRS

„Wer langsamer lernt, braucht nicht mehr Druck, sondern mehr Zeit.“ Der seit dem Schuljahr 2000/2001 an unserer Schule integrierte Unterricht für Kinder mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)/Legasthenie fühlt sich genau diesem Prinzip verpflichtet.

Die LRS ist eine anerkannte Teilleistungsstörung bei normaler Intelligenz und setzt sehr viel Verständnis von Seiten der Eltern, aber auch aller Lehrer voraus.Albert

Einstein, Henry Ford, Charles Darwin, T. A. Edison, Hans Christian Andersen, Gustave Flaubert, Auguste Rodin, Niels Bohr, Ferdinand Piech, Pfarrer Fliege stehen stellvertretend für Legastheniker.

In Zahlen ausgedrückt heißt das für Deutschland: 4 - 5 % der Bevölkerung (ca. 3 500 000 Menschen) sind betroffen. Allein 500 000 Kinder, davon zwei- bis dreimal mehr Jungen, zählen dazu. Hilfe ist also notwendig, vor allem im Entwickeln eines positiven Selbstwertgefühls.

Die Motivation und das Erfolgserlebnis dieser Kinder stehen also an oberster Stelle in unserer pädagogischen Arbeit.

Unsere Vorgehensweise

1. Wir arbeiten nach einem von uns Praktikern entwickelten Programm, das mit Unterstützung der Schulbehörden und der erfahrenen LRS-Therapeutin Karin Lenk (verstorben 2008) erstellt wurde. Dieses Material fundiert auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und basiert auf einem Stufenaufbau, der es LRS-Kindern ermöglicht, die fast immer gestörte phonologische Bewusstheit, also die Fähigkeit, lautliche Eigenschaften der Schriftsprache zu erkennen und zu gebrauchen, durch geeignete Methoden zu trainieren.

Allen Kollegen, die eine entsprechende Fortbildung absolviert haben, wird dieses Material ausgehändigt. Wir arbeiten bereits das zweite Jahr damit.

2. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die Leseförderung. Vor allem das sinnerfassende Lesen trainieren wir. Die Kinder üben kontinuierlich an ständig schwierigeren Texten. LRS-Kinder sind aktive Mitglieder unserer Lesescoutgruppe der Schule.

3. Die Arbeit mit anerkannten Computerlernprogrammen zeigt, mit welcher Intensität und Begeisterung unsere Kinder lernen. Vielfältige motorische Spiele ergänzen die pädagogische Arbeit.


4. Freizeit- und Lernangebote

    Das Ganztagsangebot der Triebischtalschule gibt es seit September 2006. Es wird in einer offenen Form geführt. Es nehmen ca. 60 Schüler teil, das sind 25% der Gesamtschüleranzahl. Die Schüler sind vorwiegend aus den Klassen 5 und 6, die Angebote sind aber für alle Klassenstufen offen. Das Ganztagsangebot findet dienstags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 13:15 bis 16:00 Uhr statt. Es wird von Lehrern der Schule, ehemaligen Lehrkräften und anderen Personen betreut. Das Anfertigen der Hausaufgaben ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuung. Die sportlichen Angebote finden besonderes Interesse. Die musische Ausbildung unserer Schüler liegt uns sehr am Herzen, deshalb wurde bereits zum dritten Mal eine Bläserklasse eingerichtet. Diese werden über das Ganztagsangebot gefördert und wirken sich positiv auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus. Die Schüler arbeiten konzentriert und sind teamfähig.

          Auch im Außengelände der Schule konnte einiges über die Förderung geschaffen werden. So können die Schüler auch in den Pausen den Innenhof nutzen,
          um sich zu bewegen. Tischtennisplatte und Basketballkorb werden sehr gern angenommen. Für die älteren Schüler sind die angeschafften Sitzgruppen eine
          willkommene Rückzugsmöglichkeit.

 

5. Hausordnung

          siehe Hausordnung